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Badenia

Die Gründung des Unternehmens stand unter keinem günstigen Stern, fiel sie doch kurz vor das Ende der Hochinflation im Zuge der Weltwirtschaftskrise. Karl Guido Thetard, Carl Alexander Günther Nette, Christoph Friedrich Kuhlmann, Walter Julius Ernst Ebner und Alfred Carl Eduard Hassel gründeten 1923 die Badenia Automobilwerke AG mit Sitz in Hamburg. Die Produktionsanlagen lagen dagegen in Ladenburg.

Das Unternehmensziel war die Herstellung, der Vertrieb und die Wartung von Kraftfahrzeugen. 

Badenia stellte jedoch nur ein einziges Modell her, den Badenia 10/40 PS . Er soll einen Sechszylindermotor mit etwa 2000 cm³ Hubraum gehabt haben, anderen Quellen zufolge mit 2600ccm Hubraum, was der Umrechnung der Steuer-PS im Namen eher Rechnung trägt. Unklar bleibt auch woher der Motor stammte. Da unter den Gründern der Firma viele ehemalige Mitarbeiter von C. Benz & Söhne waren, liegt die Vermutung nahe, dass der Motor von dort stammte. Es gibt aber keine Belege darüber, dass Benz & Söhne je einen Sechszylinder gebaut haben. Wie viele dieser Fahrzeuge Badenia in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit absetzen konnte bleibt unklar. Gerade ein großer Sechszylinder passt schlecht in die Krisenjahre. So führten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach der Währungsreform  zu finanziellen Problemen des jungen Unternehmens und schließlich zu seinem  Ende. 

1925 wurde das Konkursverfahren eröffnet, das sich in das Jahr 1926 hinein zog und mit der Auflösung der Firma endete.