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Benz & Cie.

Carl Benz gründete 1993 in Mannheim die Benz & Cie. als deutsches Maschinenbau- und Automobilunternehmen. Später expandierte das Unternehmen und hatte Niederlassungen in Mannheim-Waldhof und Gaggenau. 1922 spalteten sich die MWM (Motoren-Werke Mannheim) ab, die bis heute einer der bedeutendsten Hersteller von Stationärmotoren sind. 

 Damals hatte der größte Konkurrent die Daimler Motoren Gesellschaft in Stuttgart Benz große Marktanteile abgenommen und man verpflichtete daraufhin den französischen Konstrukteur Marius Barbarou, der Pläne für eine ganz neue Baureihe mitbrachte, um die veralteten Benz-Konstruktionen zu ersetzen. Der neue Benz wurde dann unter dem Namen "Parzifal" vorgestellt und erschien in unterschiedlichen Varianten vom 4½, 6, 10, 12 und 15 bis zum 20 PS. Carl Benz war darüber, dass Barbarou der Öffentlichkeit als alleiniger Konstrukteur der neuen Baureihe vorgestellt wurde, so verärgert, dass er das Unternehmen im Streit verließ. Von 1903 bis 1904 schied C. Benz vorübergehend aus seinem eigenen Unternehmen aus und gründete die Firma C. Benz & Söhne in Ladenburg, die er bis 1912 hielt. 

Von den neuen Motorwagen ließen sich rund 3600 Stück verkaufen. Trotzdem verbesserte sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich, was dazu führte, dass der Aufsichtsrat ausgetauscht wurde und Barbarou die Firma wieder verließ. Bereits 1904 bot man Carl Benz wieder den Aufsichtsratsposten an, den dieser beim Verlassen der Firma in den Wind geschlagen hatte. 

Unter den neuen Gesellschaftern Georg Diehl und Fritz Erle wurde die Modellpalette vom ebenfalls neuen Konstrukteur Hans Nibel gründlich überarbeitet. So konnte 1905 endlich wieder ein wirtschaftlicher Erfolg verbucht werden. Benz machte nun vor allem mit Fahrzeugen der Ober- und Luxusklasse sein Geld, fertigte aber auch Rennfahrzeuge, die die Firma weltberühmt machen sollten. Das bekannteste Rennfahrzeug dieser Zeit war der Blitzen-Benz von 1909.

Ab 1911 baute man bei Benz & Cie auch wieder kleinere Fahrzeuge mit einem Hubraum von ungefähr 2000ccm. Sie bildeten dann auch die Basis für die Kriegs- und Nachkriegsmodelle, da sich Luxuswagen in solchen Krisenzeiten schlecht absetzen ließen.

1924 war Benz durch aggressive Börsenspekulationen von Jakob Schapiro in Probleme geraten. Auch andere Autofirmen, an denen Schapiro beteiligt war, wie etwa die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) in Stuttgart, die NAG in Berlin,  Hansa-Lloyd in Bremen  und die  NSU gerieten durch seine Börsenspekulationen in wirtschaftliche Bedrängnis. Um überleben zu können, fusionierten 1926 die  Daimler-Motoren-Gesellschaft und Benz & Cie zur Daimler-Benz AG (heute Daimler AG).

Blitzen Benz Von 1909
Quelle:Wikipedia
Benz 16-40 PS von 1914
Quelle: Wikipedia