Colani
Luigi Colani war ein deutscher Designer, der von der Nudel über Autos so ziemlich alles designte, was ihm in die Finger kam. Unter anderem designte er auch Automobile. Sogar für einen deutschen Formel 1 Rennstall, die Firma Eifelland, die mit March-Motoren und einer Colani Karosse antrat, war er tätig.
Die Berliner Firma Canadur GmbH produzierte dann auch von 1964 bis 1968 einen Wagen, der von Colani als Kitcar auf Käferbasis designt worden war. Vermarktet wurde der Wagen als Colani GT und trug stolz den Schriftzug des Designers als Markennamen.
Der Colani GT war ein typisches Kitcar, das auf der Bodengruppe eines VW Käfers eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff trug, was den Wagen extrem leicht machte. Der fahrfertige Colani GT wog 550 kg Die Wagen waren als Coupé oder Roadster zu kaufen. Insgesamt wurden etwa 360 Exemplare hergestellt.
Es hätten auch gut und gern mehr Fahrzeuge abgesetzt werden können, wenn VW-Fahrgestelle an Canadur geliefert hätte, was aber der damaligen VW-Politik nicht entsprach. Man verhinderte seinerzeit, dass neue Käferfahrgestelle an kleine Hersteller geliefert wurden. So musste Canadur wie Rometsch und andere Hersteller von VW-Sonderkarossen, die Käfer gebraucht auf dem Markt erwerben und die überflüssigen Karosserien wieder weiter verkaufen.
Mit dem Colani GT nahm Luigi Colani die Idee des Fun-Cars vorweg. Erst Jahre später entdeckte die Großserien-Autoindustrie diese Marktlücke und griff sie erfolgreich auf.
