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de Dietrich

Mit de Dietrich hat man wieder einen französiachen Namen, dem man nicht recht zutraut ein deutscher Automobilhersteller gewesen zu sein. Fakt ist aber, das die Industriellen-Dynastie De Dietrich zahlreiche Industrieunternehmen im Elsass und Lothringen besaß. 1896 erwarb Eugène de Dietrich eine Lizenz von Amédée Bollée und begann in Lunéville 1897 mit der Produktion von Automobilen. 1898 startete aber auch die Produktion von Automobilen in Niederbronn im Elsass, das damals zum Deutschen Reich gehörte. Der Markenname lautete de Dietrich. Man stellte Fahrzeuge nach Lizenz von Bollée und ein billigeres Auto nach einer Lizenz des belgischen Herstellers Vivinus her. Bei letzerem Modell handelte es sich um eine Einzylinder-Voiturette. 

Anfangs war die Produktpalette ähnlich dem Angebot aus Lunéville, aber spätestens als 1902 Ettore Bugatti als Chefingenieur in das Unternehmen eintrat, war die Produktionspalette der beiden Werke unterschiedlich, was den Autos aus Lunéville zur Unterscheidung den Namen Lorraine Dietrich bescherte, während die von Ettore Bugatti entwickelten Autos aus Niederbronn auch gerne als de Dietrich-Bugatti bezeichnet wurden. Diese Fahrzeuge waren mit großvolumigen Vierzylindermotoren ausgestattet. Der kleinere der beiden Motoren hatte einen Hubraum von 5300ccm und mobilisierte daraus 28 PS, während das größere Modell mit der Bezeichnung de Dietrich 30/35PS gar über einen Hubraum von fast 7500ccm verfügte, aus denen er 35 PS generierte.

1904 endete die Produktion in Niederbronn und Ettore Bugatti wechselte daraufhin zu Hermes-Simplex.


de Dietrich Voiturette von 1901 nach Vivinus Lizenz
Quelle: Wikipedia