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Deutz

Nikolaus August Otto gründete mit seinem Geldgeber, Eugen Langen, 1867 eine kleine Firma zur Entwicklung von Gasmotoren. drei Jahre nach der Gründung stellte Otto seinen ersten atmosphärischen Motor, auch Flugkolbenmotor genannt, vor. Der Motor gewann auf der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille, was der kleinen Firma N. A. Otto & Compagnie die Möglichkeit bot zu expandieren. Die Motoren, die noch geringe Leistung erbrachten waren vor allem als Stationärmotoren für Handwerk und Kleinbetriebe gefragt. 1986, nachdem neue Geldgeber gefunden waren, wurde die neue Fabrik in Deutz gebaut und ab diesem Zeitpunkt war das  erste Mal der Schriftzug "Deutz" auf den Gasmotoren zu sehen. 1872 wurde die Firma in die Gasmotoren-Fabrik Deutz AG  umgewandelt. Hergestellt wurden nun auch Grubenloks, Feldbahnlokomotiven und Lokomobile für die Landwirtschaft.

In Köln-Deutz erfand Nikolaus August Otto 1876 einen Viertakt-Verbrennungsmotor, der fortan seinen Namen tragen sollte. Im Jahr 1884, konnte Otto  die Niederspannungs-Magnetzündung präsentieren. Dieser erste elektrisch gezündete Motor wurde erneut auf der Weltausstellung in Antwerpen prämiert. Mit dieser Erfindung war der Motor nun auch reif für die Verwendung in Straßenmobilen. 

Aber erst 1906 startete der Versuch der Serienfertigung eines Automobils. Eine Konstruktion von Ettore Bugatti bildete die Grundlage zum Bau der Fahrzeuge, die im  Berlin gebaut werden sollten.  Bis 1909 wurden nur einige Versuchswagen hergestellt, und parallel entstand ein Rennwagen mit 1,3-Liter-Motor für den Konstrukteur Ettore Bugatti. Ab 1909 bis 1911 ging der großvolumige Vierzylinder in mehreren Varianten in allerdings wohl sehr geringe Serie. 1910 trennte sich Deutz von Bugatti, woraufhin letzterer  ein eigenes Werk in Molsheim im Elsaß gründete. Neben dem Motorenbau spielte bei Deutz der Bau vollständiger Autos immer nur eine Nebenrolle. Der Deutz Prinz Heinrich Typ 9C aus dem Jahr 1909 ist das bekannteste Modell von Deutz. Insgesamt wurden aber nur einige wenige Personenwagen bis 1913 gebaut. Sie trugen das oben abgebildete Firmenzeichen im Kühlergrill. Ab 1913 stellte man nur noch Nutzfahrzeuge her. Ab 1948 wurden luftgekühlte Dieselmotoren eigener Konstruktion zu einer Art Markenzeichen von Deutz. Statt eines Wasserkühlers befand sich vor dem Motor der damit ausgestatteten Lkw und Busse ein großes Lüfterrad, das neben der Kühlung auch für einen Teil des typischen Geräuschbildes sorgte, das die erfolgreichen  Magirus-Deutz-Lastwagen und -Busse abgaben.

Deutz Prinz Heinrich Typ 9C von 1909
Quelle: Wikipedia