Knöller
In Ravensbrück, heute Fürstenberg an der Havel, war die Märkische Kraftfahrzeugfabrik Carl Knöllner beheimatet. Das Unternehmen bestand von von 1922 bis 1927 und produzierte Automobile ab 1924.
Es wurde ein typisches dreirädriges Cyclecar angeboten. Der Kleinwagen namens Knöller Carolette war mit einem oder mit zwei Sitzplätzen hintereinander zu erwerben. Die Carolette gab es auch als Lieferwagen mit einem Ladekasten hinter dem Fahrer. Die schmale, nach vorne spitz zulaufende Karosserie hatte vorne ein einzelnes lenkbares Rad und hinten zwei seitlich neben der Karosserie angebrachte Räder. Der Motor war direkt hinter dem Vorderrad und der Kühler ragte unten hinter der Vorderachse aus der Verkleidung heraus. Der 500ccm Einzylinder-Motor von Helios leistete 18 PS, das entsprach 2 Steuer-PS. Der Radstand der Knöller Carolette betrug je nach Ausführung 198cm oder 230 cm und ihr Leergewicht war mit 240 kg angegeben.
Es soll auch einen Kleinwagen mit vier Rädern gegeben haben, den Knöller 5/12-PS, der von einem 1250ccm Motor angetrieben worden sein soll, der 12 PS mobilisierte. Erhalten geblieben ist indes kein einziges Automobil dieser Marke, wohl auch aufgrund der eher geringen Stückzahlen, die in den zwei Jahren bis 1925 entstanden. 1925 stellte Knöller die Automobilproduktion ein.
