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Pio

Der Markenname Pio steht für Bruno Piotrowski, der die Firma Pio Karosseriewerk in Hamburg Fischbeck betrieb. Pio beschäftigte sich mit Fahrzeugbau aller Art. So wurden beispielsweise die Karosserien für die Bundesgartenschauzüge der Bundesgartenschau 1959 in Dortmund bei Pio gefertigt. Bekannt wurde die Firma aber eher mit ihren überlangen Tempo Matador Bussen, die 40 Personen befördern konnten und als "Messeshuttle" auf den Industriemessen in Hannover und Frankfurt/M. eingesetzt wurden. Auch die Düsseldorfer Firma Henkel hatte acht dieser Busse, mit denen sie bei Werksbesichtigungen die Gäste über das Firmengelände kutschierte. Sogar der Flugplatz in Düsseldorf nutzte die Pio-Matador-Busse als Flughafen-Vorfeldbusse. Auch auf Norderney, wo der private Automobilverkehr verboten ist, setzte man auf die Pio-Busse als öffentliche Zubringer vom Hafen in die Siedlungen. Je nach Einsatz waren die Busse unterschiedlich gestaltet. So hatten die Vorfeldbusse zwar ein Dachfenster über dem Fahrer, damit dieser den Flugverkehr beobachten konnte, aber keine Panorama-Dachverglasung. Feste Türen auf einer Seite, die die Passagiere auch bei Sturm und Regen schützten, unterschieden die Vorfeldbusse weiter, da die Messebusse ohne Türen mit beidseitigem offenem Ausstieg konstruiert waren.

Weniger bekannt ist, dass Pio auch ein Dreirad entwickelte. Das Dreirad wurde 1950 vorgestellt und war aus zugekauften Antriebs- und Motorteilen gebaut; vermutlich hatte man auch hier auf die Firma Tempo gesetzt. Das Dreirad ging aber nie in Serie.

Heute sind keine erhaltenen Modelle der Firma mehr bekannt.