Rovomobil
Die Geschichte des Rovomobils ist eine Geschichte der beiden DDR-Tüftler Eberhardt Scharnowski und Klaus Arndt, die gemeinsam eine strömungsgünstige Kunststoffkarosserie herstellten, die eine VW-Käfer neu einkleidete. Ab Mitte der 70'er-Jahre bauten sie zunächst auf einem alten 49'er-Fahrgestell die aerodynamische Karosse auf. Dazu fertigten sie eine Gussform, die eine Kleinserienproduktion möglich gemacht hätte; allein, wo hätte man in der DDR die passenden Käferfahrgestelle beziehen können?
So blieb es bei insgesamt nur zwei Fahrzeugen, die aus der Gussform in glasfaserverstärktem Kunststoff entstanden. Auch bei Lampen, Scharnieren und Scheiben mussten sich die beiden Tüfftler mangels Alternative aus dem IFA-Regal bedienen. So stammt die Frontscheibe vom Wartburg. Um so erstaunlicher ist, was dabei herausgekommen ist.
Der Rovomobil getaufte Wagen erreichte einen damals unglaublichen Luftwiderstandsbeiwert von cW = 0,23, was jüngere Messungen von Volkswagen und BMW bestätigen.
Heute kann man die gesamte Rovomobilpalette bei der Stiftung AutoMuseum in Wolfsburg besichtigen,denn Professor Scharnowski übergab 1991 sein Fahrzeug dieser Institution. Auch das zweite jemals gebaute Rovomobil, das erst Anfang der 80'er-Jahre entstand und mit einem stärkeren Motor ausgestattet ist, befindet sich nebst Originalgussform hier.
