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Mannesmann-Mulag

Im Jahr 1900 gründete Fritz Scheibler mit seinem Sohn Kurt die Fritz Scheibler Motorenfabrik AG mit der Rechtsform einer Aktiengesellschaft in Aachen und beschäftigte sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Motoren, Motor-Lastwagen und Motor-Omnibussen. 1908 fusionierte das Unternehmen mit der Maschinenbauanstalt Altenessen AG und firmierte ab 1909 als Motoren und Lastwagen AG (MULAG).

1910 übernahmen die Brüder Max und Carl Mannesmann das Unternehmen und gründeten die Mannesmann-MULAG in Aachen. Sie beschäftigte sich mit dem Bau von LKW und Bussen.  1919 gründeten die Brüder Reinhard, Alfred und Carl Mannesmann parallel dazu die Mannesmann Motorenwerke GmbH in Remscheid. Hier beschäftigte man sich mit der Produktion von Personenkraftwagen, zuletzt auf Luxuswagen der Oberklasse.

Die in Aachen hergestellten LKW und Busse  spielten eine wichtige Rolle in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bei der Heeresmotorisierung bis Herbst 1914. Bis zu 100 Lastwagen und Busse, wobei auch Frontlenker gebaut wurden, was für die Zeit noch außergewöhnlich war, wurden in AAchen produziert. 1921 wurde ein Sattelschlepper mit einem 10-t-Nutzlast-Auflieger gebaut, was damals eine Innovation darstellte. Das Unternehmen überstand auch die Hyperinflation des Jahres 1923. 1927 fuhr das Unternehmen jedoch erhebliche Verluste mit einem nicht ausgereiften Motor ein, der viele Reklamationen zur Folge hatte. Um einem Konkurs zu vermeiden verkaufte die Familie Mannesmann Immobilien und Maschinen und Patente an Büssing in Braunschweig.

Es sind keine "Survivor" dieser Marke bekannt.

Mannesmann-Mulag L57 3,5t Bj. 1913
Quelle: Wikipedia