Falcon

Trotz des englischen Namens handelt es sich bei Falcon um ein deutsches Unternehmen, das in Sontheim und Ober-Ramstadt Automobile produzierte. 1920 von dem Rennfahrer Gottlieb Hartlieb, gegründet, verlegte man den Firmensitz nach der Umwandlung der Firma in eine AG bereits 1921 nach Ober-Ramstadt. Von 1921 bis 1926 wurden hier Mittelklasse Automobile gefertigt.

Als erstes Serienmodell gilt der Falcon CA 6 Modell 6/20PS mit Vierzylinder-Reihenmotor, der als offener Tourer und als Limousine auf den Markt kam. Drautz und Autenrieth lieferten die Karosserien. Auf der Basis des Wagens wurden verschiedene Sport und Rennversionen entwickelt. Der Falcon C 6 Modell 6/30PS ersetzte das Vorgängermodell 1924. Es hatte eine Vierradbremse und mobilisierte in der Sportversion 40 PS.

1924 beschloss man bei Falcon dem C6 ein größeres Modell mit einem 6-Zylindermortor zur Seite zu stellen. Das Unterfangen wurde allerdings bald aufgegeben und Hubert Tutschka entwickelte als leitender Ingenieur stattdessen den Falcon Typ T VI. Doch der Wagen machte Probleme, denn der Motor war konstruktionsbedingt heikel. Trotzdem wurde auch eine Sportversion angeboten, die aus 1500ccm 45 PS entwickelte, während das Serienmodell nur 30 PS leistete.

1926 drängten, aufgrund der gesenkten Einfuhrzölle, viele ausländische Autohersteller, die bereits am Fließband produzierten, auf den deutschen Markt und brachten die eher handwerklich produzierenden deutschen Hersteller in Absatzschwierigkeiten.  So musste Falcon 1928 die Produktion einstellen und Röhr kaufte die Firma auf.

Es ist kein überlebendes Fahrzeug der Marke bekannt.