Simson

1856 wurde die Firma Simson & Co bereits gegründet, stellte aber zunächst Holzkohlenstahl für die Waffenproduktion her. Ab 1882 stellte Simson selbst Militärgewehre her und ab 1880 Jagdwaffen. Die Automobilentwicklung begann erst 1907 und erst 1911 konnte der erste Simson A mit 22 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h angeboten werden. Der Wagen erwies sich aber aufgrund der schwachen Motorisierung als wenig konkurenzfähig und verkaufte sich schlecht. In der Folge experimentierten die Entwickler mit mäßigem Erfolg an stärkeren Motoren. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbot der Versailler Friedensvertrag die Herstellung von Waffen und in Suhl setzte man unter anderem auf die Entwicklung und den Verkauf von Luxusautomobilen. 1924 begann die Serienproduktion des Simson Supra. Nachdem das jüdische Unternehmen kurz nach 1933 arisiert worden war, hatten die Nationalsozialisten die Kontrolle übernommen. Sie stellten ab September 1934 die Autoproduktion ein, um sich ganz der Produktion von Rüstungsgütern widmen zu können. Nach dem zweiten Weltkrieg produzierte das Werk, das inzwischen an die russische SAG Awtowelo angegliedert worden war, Fahrräder, Jagdwaffen und Kinderwagen, die als Reparationsleistungen in die UDSSR geliefert wurden. 1948 erhielt das Werk den Auftrag, ein 250 ccm Motorrad mit Viertaktmotor zu entwickeln, die spätere AWO 425. Seit dieser Zeit beschäftigte man sich in Suhl neben den Jagdwaffen vor allem mit der Zweiradproduktion. Die Schwalbe war dabei sicherlich mit 1.058.300 produzierten Fahrzeugen das Erfolgsmodell der Suhler Simson Werke.