Vespa

Die Vespa (lat./ital. für Wespe) ist ein Motorroller des italienischen Unternehmens Piaggio. Sie zählt zu den weltweit bekanntesten und beliebtesten Rollertypen.

1946 kam die erste Vespa auf den Markt. Es war die Vespa 98, denn sie hatte 98 ccm Hubraum. Konstrukteur war Corradino D’Ascanio, der bis dato keinerlei Erfahrung mit dem Bau von Zweiradfahrzeugen hatte. Deshalb stellt seine Entwicklung auch etwas völlig Neues dar. Der Fahrer sitzt eher wie auf einem Stuhl, als auf einem Motorrad, der Motor ist voll verkleidet, damit man sich nicht schmutzig machen kann und ein Rad läßt sich ähnlich leicht wechseln, wie beim Auto. Denn, der dürftigen Versorgungslage nach dem Krieg gehorchend verzichtete Corradino auf die sonst üblichen Wege der Kraftübertragung und entschied sich für eine Triebsatzschwinge ohne Sekundärkette.  

Ab 1949 wurde die Vespa dann bei Hoffmann im rheinischen Lintorf in Lizenz gefertigt. Sie traf vor allem bei Jugendlichen den Zeitgeist und entwickelte sich schnell zu einem Lieblingsfahrzeug der jungen Generation. Als Hoffmann wegen der Rechtsstreitigkeiten mit BMW (es ging um die angeblich von der Isetta abgekupferte Hoffmann Kabine) 1954 Konkurs anmelden musste, übernahmen die Messerschmidt- Werke in Augsburg die Lizenzfertigung.

Die Vespa Rallye 200 Electronic, von 1972 bis 1979 gebaut, galt lange Zeit als stärkste Vespa.