Citroën

Citroën wurde von André Citroën (1878–1935) gegründet. Das Firmenlogo symbolisiert die doppelte Schrägverzahnung von Zahnrädern, mit der sich die Firma zu Anfang befasste. Erst nach dem ersten Weltkrieg, nachdem man bei der Herstellung von Schrapnellgranaten genügend Geld verdient hatte, brachte Citroën 1919 das erste in Großserie gefertigte europäische Auto auf den Markt, den Citroën Typ A. Das an Bord befindliche Reserverad und der elektrische Anlasser waren damals wegweisend.

1934 verließ der erste frontgetriebene, auf selbsttragender Ganzstahlkarosse aufbauende Traction Avant das Werk, der wegen seiner guten Straßenlage auch bei Verbrechern sehr beliebt war und bald den Beinamen "Gangsterlimousine" erhielt. Der Wagen war auch in Deutschland sehr beliebt und sollte 23 Jahre, äußerlich kaum verändert, gebaut werden. Der Citroën Traction Avant Six, wurde 1934/35 sogar in einem deutschen Montagewerk in Köln-Poll gebaut, um die hohen Einfuhrzölle nach Deutschland zu umgehen.

Neben den richtungsweisenden Oberklassemodellen, produzierte Citroën auch erfolgreich Massenautos bzw. Kleinwagen wie den 2CV ("Ente").  Zwischen 1949 und 1990 wurden 3.868.631 Limousinen (immer viertürig) und 1.246.335 Lieferwagen („Kastenente“) hergestellt. Auch der Ami 6 (französisch "l' ami six", was französisch ausgesprochen "la missis", wie "das kleine Fräulein" klingt), war ein Erfolgsmodell und wurde 1966 das meistverkaufte Automobil Frankreichs. Der Ami (Freund) war zwischen dem 2CV und der DS angesiedelt und verband auf dem Fahrgestell des 2CV und dem modernen Design der DS beide Modellreihen. Er wurde auch in einer Break genannten Kombiversion angeboten.